Ein gelungenes Startelf-Debüt feierte Yasin Altun (l.) in der Regionalliga-Mannschaft des SV Lippstadt. Der 23-Jährige beackerte die rechte Seite und hatte dort viel Ballbesitz. Er spielte so, als würde er schon immer dazugehören. Fotos: Lütkehaus
Ein gelungenes Startelf-Debüt feierte Yasin Altun (l.) in der Regionalliga-Mannschaft des SV Lippstadt. Der 23-Jährige beackerte die rechte Seite und hatte dort viel Ballbesitz. Er spielte so, als würde er schon immer dazugehören. Fotos: Lütkehaus

1:1 gegen Wuppertal - Steringers Stirn rettet Remis

Nach zwei Niederlagen mit acht Gegentoren freute sich der SV Lippstadt gestern im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV zumindest über ein kleines Erfolgserlebnis. 1:1 hieß am Ende vor 775 Zuschauern in der Liebelt-Arena, wobei Janik Steringer in der 75. Minute mit einem Kopfball der Ausgleich gelang. In der Nachspielzeit hielt Torhüter Balkenhoff den einen Punkt fest.

Regionalliga West
SV Lippstadt - Wuppertaler SV 1:1 (0:1)


Trainer Felix Bechtold hatte seine Elf im Vergleich zum Lotte-Spiel auf einigen Positionen verändert. Matriciani, Harder und Gucciardo blieben auf der Bank. Kevin Hoffmeier agierte im offensiven Mittelfeld, dafür feierte Altun sein Debüt in der Startformation. Er spielte rechts in der Viererkette und erledigte seine Aufgabe sehr gut. Der 23-jährige Ex-Gievenbecker hatte viele Ballkontakte und schaltete sich immer wieder in den Angriff ein. Wenn man das so nennen mag, denn in der Offensive wirkten die Gastgeber über weite Strecken wieder mal ziemlich harmlos.

Insgesamt war es vor 775 Zuschauern in der Liebelt-Arena eine Partie auf überschaubarem Niveau. Beide Mannschaften hatten in den letzten fünf Spielen vier Niederlagen kassiert - und das merkte man ihnen deutlich an. Hauptsache hinten erst mal einigermaßen sicher stehen, lautete die Devise.

Die Gastgeber mühten sich, waren optisch auch leicht überlegen, aber nach vorn lief wenig bis gar nichts zusammen.

Den ersten Aufreger gab’s in der 19. Minute, als nach einem Lippstädter Patzer im Mittelfeld Wuppertals Müller allein auf den Kasten stürmte, doch SV-Torhüter Balkenhoff klärte die Situation reaktionsschnell mit dem Fuß. Ärgerlich: Nach der anschließenden Ecke landete der Ball dann doch im Netz: Marzullo traf aus halblinker Position zum 1:0 mit einem Schuss ins lange Eck. Kurz vor der Pause waren die Gäste dann noch mit einem Kopfball gefährlich. Der SV verzeichnete in der ersten Halbzeit nur einen Torschuss durch Albrecht (32.), der aber eine leichte Beute des WSV-Keepers war.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Bechtold Gucciardo für Brosch. Am Spielgeschehen änderte sich allerdings kaum etwas. Bis zur 59. Minute?–?da hatte Hoffmeier die erste gute Möglichkeit für die Gastgeber. Doch sein 16-Meter-Schuss wurde im letzten Moment abgefälscht. Kurz danach versuchte es der eingewechselte Sezer im Strafraum, doch erneut war ein Wuppertaler Abwehrbein dazwischen. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Aktionen der Schwarz-Roten sicherer. Die Mannschaft stabilisierte sich und kam in der 75. Minute zum Ausgleich: Köhler brachte eine Ecke herein, Steringer schraubte sich hoch in die Luft und erzielte mit einem wuchtigen, unhaltbaren Kopfball das 1:1.

Das Tor war verdient. Die Gastgeber hatten die erwartete Trotzreaktion nach der schwachen Vorstellung in Lotte (0:4) gezeigt. In der Schlussphase wurde es richtig spannend. Beide Teams wollten in diesem Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt den Sieg. Doch ehrlich gesagt, die Wuppertaler waren etwas näher dran. Zunächst parierte Balkenhoff glänzend gegen den durchgebrochenen Meurer (77.), und auch in der Nachspielzeit brannte es noch einmal lichterloh. Diesmal war der SV-Keeper zur Stelle und vereitelte eine Großchance des Wuppertaler Stürmers Marzullo. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft in einigen Situationen helfen konnte“, sagte der Ersatzkapitän nach dem Abpfiff.

Der SV Lippstadt kann sich auf seine Nummer 1 verlassen. Am Samstag wird’s nicht leichter für Balkenhoff und Co. - dann treten die Schwarz-Roten bei Alemannia Aachen am Tivoli an.

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