SV-Akteur Valentin Henneke (r. ) kann in dieser Szene zwar Oguzhan Kefkir (l.) stoppen, ansonsten hatten die Lippstädter große Probleme mit dem Essener Antreiber, der die Spitzen von RWE immer wieder geschickt in Szene setzte. Fotos: Wiegand
SV-Akteur Valentin Henneke (r. ) kann in dieser Szene zwar Oguzhan Kefkir (l.) stoppen, ansonsten hatten die Lippstädter große Probleme mit dem Essener Antreiber, der die Spitzen von RWE immer wieder geschickt in Szene setzte. Fotos: Wiegand

RWE schlägt mutigen SV Lippstadt 4:2

Man kann dem SV Lippstadt wirklich nicht vorwerfen, er hätte gegen den großen Favoriten RW Essen nichts riskiert. Unterm Strich war die individuelle Qualität des neuen Spitzenreiters aber einfach zu groß, um ihn zu stürzen. Am Ende siegte RWE vor 2334 Zuschauern in der Liebelt-Arena mit 4:2.

Regionalliga West

SV Lippstadt - RW Essen 2:4 (1:1)

Lippstadt – SV-Trainer Felix Bechtold hatte der gleichen Startelf das Vertrauen geschenkt, die beim 5:1-Erfolg in Bergisch Gladbach auf dem Platz stand. Und die Lippstädter, mit Albrecht im Angriffszentrum, machten schnell klar, dass man sich keineswegs nur auf Defensivarbeit beschränken wollte. Zwar jubelte der Essener Anhang bereits nach vier Minuten, doch Hahn stand bei seinem Treffer im Abseits. Nur wenige Minuten später hätte beinahe SV-Keeper Balkenhoff mit einem weiten Abschlag die gesamte Essener Hintermannschaft überrumpelt, doch SV-Akteur Gucciardo, bei dem die Kugel landete, wurde im letzten Moment noch gestoppt.

Auffällig war, dass die Gäste ihre gefährlichsten Angriffe über die rechte Seite einleiteten, wo die SVer Probleme hatten, Kefkir in den Griff zu bekommen. Kefkir war es dann auch, der nach elf Minuten das 1:0 für den großen Favoriten auf dem Fuß hatte, doch SV-Schlussmann Balkenhoff rettete in höchster Not. Nach 13 Minuten sorgten die Lippstädter dann für einen Stimmungskiller im Essener Fanblock. Henneke hatte Albrecht geschickt in Szene gesetzt und der vollstreckte eiskalt zum 1:0.

Die Gäste erholten sich von diesem Dämpfer relativ schnell, und Dorow hätte nach 18 Minuten den Ausgleich machen müssen, doch wieder klärte Balkenhoff glänzend per Fußabwehr.

In der Folgezeit war auffällig, dass auf Essener Seite Endres und Kefkir häufiger die Seiten wechselten. Die Problemseite des SV blieb aber die linke Abwehrseite, wo Kefkir fast schalten und walten konnte, wie er wollte. Nach 33 Minuten schrammten der Titelanwärter von der Hafenstraße nur ganz knapp an der nächsten kalten Dusche vorbei. Diesmal hatte sich Harder durchgesetzt, und Essens Keeper Lenz konnte nur mit größer Mühe klären. Das war die dicke Chance für den SV zum 2:0.

Die Ernüchterung für die Bechtold-Elf folgte zwei Minuten später, als der gerade eingewechselte Adetula freie Bahn hatte und sich SV-Torhüter Balkenhoff sich ihm entgegenwarf. Es schien so, als hätte Balkenhoff einmal mehr die Situation entschärft, doch nach einem Presschlag landete der Ball erneut bei Adetula, der die Kugel dann zum 1:1-Halbzeitstand (35.) ins leere Tor schob.

Die Partie hatte auch nach dem Seitenwechsel durchaus hohen Unterhaltungswert, womit aber nicht eine Aktion in der 48. Minute gemeint ist. Da brannten nämlich Fans im Essener Block Pyrotechnik ab, und Schiedsrichter Felix Weller musste die Partie für zwei Minuten unterbrechen. Als das Spiel fortgsetzt wurde, schlugen die Rot-Weißen nach 51 Minuten zu. Bei einer Flanke von Kefkir rutschte der Lippstädter Heiserholt aus, und Endres hämmerte die Kugel humorlos zum 2:1 für RWE unter die Latte.

Was hatte der SV Lippstadt noch zu bieten? Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach schöner Vorarbeit von Gucciardo war erneut Albrecht zur Stelle und köpfte den Ball zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich in die Maschen. Doch die Essener blieben weiter gefährlich, und die Abwehr des SV Lippstadt konnte sich über Mangel an Arbeit wahrlich nicht beklagen. So musste Balkenhoff erneut gegen Kefkir (57.) klären.

Doch in der 68. Minute war auch Lippstadts Schlussmann machtlos, als der kurz zuvor für Kefkir eingewechselte Selishta nach Vorarbeit von Endres die Essener erneut in Führung brachte.

Die Gäste drängten jetzt auf die Vorentscheidung. Doch wieder war es SV-Keeper Balkenhoff, der mit einer Glanztat in der 74. Minute zunächst das 2:4 und damit die Vorentscheidung verhindern konnte.

Doch vier Minuten später war auch er machtlos. Als SV-Akteur Matriciani vergeblich versuchte einen Essener Angriff zu unterbinden, war wieder Selishta zur Stelle und machte mit seinem Treffer zum 4:2 (78.) alles klar.

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