Auch wenn die Verler Defensivabteilung hier ziemlich erschrocken guckt: Ein Treffer für den SV Lippstadt wollte gestern Abend nicht fallen. Zwar spielte die Mannschaft von Trainer Daniel Berlinski trotz Unterzahl in der zweiten Hälfte beherzt auf. Doch zu einem Punkt beim Nachbarn reichte es nicht. Fotos: Lütkehaus
Auch wenn die Verler Defensivabteilung hier ziemlich erschrocken guckt: Ein Treffer für den SV Lippstadt wollte gestern Abend nicht fallen. Zwar spielte die Mannschaft von Trainer Daniel Berlinski trotz Unterzahl in der zweiten Hälfte beherzt auf. Doch zu einem Punkt beim Nachbarn reichte es nicht. Fotos: Lütkehaus

Offensive des SV nach Köhler-Platzverweis wird nicht belohnt: 0:2-Niederlage in Verl

Ohne Punkte im Gepäck kehrte der SV Lippstadt gestern Abend von der Poststraße zurück. Gegen den Nachbarn SC Verl verlor die Mannschaft von Trainer Daniel Berlinski mit 0:2. Dabei hatten die Schwarz-Roten gerade in der zweiten Hälfte eine couragierte Offensivleistung gezeigt. Und das, obwohl sie im kompletten zweiten Durchgang in Unterzahl spielen mussten. Sven Köhle war wegen wiederholten Foulspiels vom Platz geflogen.

Regionalliga West

SC Verl - SV Lippstadt 2:0 (1:0)

Lippstadt – Der SV Lippstadt begann im Vergleich zum Spiel gegen RW Essen mit einer Änderung in der Startelf. Nach abgesessener Gelbsperre kehrte Marcel Hoffmeier in die Anfangsformation zurück, Valentin Henneke blieb für ihn auf der Bank. Doch die gewünschte Sicherheit gab diese Änderung nicht. Zwar brachten die Gäste in Person von Fabian Lübbers ziemlich schnell den Ball im gegnerischen Tor unter, doch pfiff der Unparteiische den Innenverteidiger prompt zurück. Lübbers hatte sich die Kugel regelwidrig vom Verler Keeper stibitzt (5.).

Danach spielte vorwiegend der Sportclub, der vor allem in Person von Fabian Brosowski immer wieder gefährlich in Erscheinung trat. SV-Außenverteidiger Simon Schubert hatte große Probleme mit dem wieselflinken Außenstürmer, der folgerichtig auch für den Führungstreffer des SC Verl verantwortlich war. Nach einer sehenswerten Kombination auf engstem Raum im SV-Strafraum überwand der 19-Jährige Balkenhoff mit einem Schlenzer ins lange Eck (17.). Nicht nur bei diesem Gegentreffer wirkte die SV-Defensive gestern Abend nicht sattelfest.

Und auch nach vorne ging zunächst herzlich wenig bei der Berlinski-Elf, die fast nur durch Standards vor das gegnerische Tor kam. Die größte Chance hatte noch Langesberg, der nach einem Köhler-Freistoß aber nicht genug Druck hinter seinen Kopfball bekam (34.).

Zu allem Überfluss gings in den zweiten 45 Minuten für den SV nur noch mit zehn Spielern weiter. Sven Köhler sah nach wiederholtem Foulspiel kurz vor dem Halbzeitpfiff Gelb-Rot. Besonders ärgerlich: Die erste Karte gabs fürs Reklamieren.

Doch entgegen aller Erwartungen ließen sich Lübbers und Co. davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Der SV zeigte in der zweiten Hälfte deutlich mehr Offensivgeist, was sich gleich in Halb-Chancen von Brosch (47.), Andzouana (54.) und Schubert (71.) niederschlug. Dass Berlinski kurz nach der Halbzeit die wieder genesenen Angreifer Andzouana und Klingen gebracht hatte, trug seinen Teil dazu bei. „Da haben wir richtig gelitten“, musste sogar SC-Coach Guerino Capretti hinterher zugeben. „Ein Kompliment an meinen Trainerkollegen. Der SV hat hier mit vollem Risiko gespielt“, lobte er.

Allerdings blieben auch die Gastgeber jederzeit brandgefährlich. So verhinderte der starke SV-Keeper Balkenhoff das 0:2, als er sich vor dem freistehenden Kurzen ganz breit machte und dessen Schuss mit der Schulter abwehrte (70.).

In der hitzigen Schlussphase war nun richtig Derbystimmung drin. Die Lippstädter warfen alles nach vorne, ohne sich dabei jedoch richtig dicke Torgelegenheiten zu erspielen. Verls Torhüter Aygün Yildirim setzte schließlich allen schwarz-roten Bemühungen ein jähes Ende. In der dritten Minute der Nachspielzeit tauchte der Angreifer nach einem Konter alleine vor dem leeren Tor auf und ließ sich diese Riesenchance natürlich nicht nehmen: 2:0. Dem vorausgegangen war ein Missverständnis von SV-Torhüter Balkenhoff und Verteidiger Nils Köhler.

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