Der SV Lippstadt stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage (v.l.): Yannick Langesberg, Fabian Lübbers, Stefan Kaldewey, Sven Köhler, Marcel Hoffmeier und Kevin Hoffmeier. Fotos: Lütkehaus
Der SV Lippstadt stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage (v.l.): Yannick Langesberg, Fabian Lübbers, Stefan Kaldewey, Sven Köhler, Marcel Hoffmeier und Kevin Hoffmeier. Fotos: Lütkehaus

"Uns fehlt ein bisschen das Glück!"

Die Ergebniskrise des SV Lippstadt verschärft sich. Mit dem 0:1 beim SV Rödinghausen kassierten die Schwarz-Roten in der Regionalliga West die vierte Niederlage in Folge und rutschten in der Tabelle auf Platz zwölf. Noch beträgt der Abstand auf die Abstiegszone fünf Zähler. Wenn das so bleiben soll, muss die Berlinski-Elf vor allem ihr Problem im Angriff lösen. Inklusive Westfalenpokal haben Lübbers und Co. seit 316 Minuten kein Tor mehr erzielt.

Regionalliga West

SV Rödinghausen - SV Lippstadt 1:0 (1:0)

Der Sieg der Gastgeber am Samstag vor 890 Zuschauern war verdient und hätte aufgrund eines deutlichen Chancenplus’ höher ausfallen können. Die Lippstädter versuchten es ohne den erkrankten Robin Hoffmann mit einer defensiveren Ausrichtung. Doch schon nach zehn Minuten war diese Taktik gegen aggressiv pressende Rödinghauser über den Haufen geworfen, als Top-Torjäger Simon Engelmann die Kugel humorlos in den Winkel knallte.

Die Schwarz-Roten steckten diesen frühen Rückstand erstaunlich gut weg. Es folgten zwei vielleicht spielentscheidende Konterszenen: Nach schöner Kombination über Nils Köhler und dem ersten Versuch von Kevin Holz hatte Paolo Maiella freie Schussbahn, doch SVR-Keeper Heimann und Kapitän Flottmann klärten mit vereinen Kräften auf der Linie. „Das muss ich mir ankreiden, aber es war auch ein bisschen Pech dabei“, ärgerte sich der kleine Italiener und bemühte den Andi-Brehme-Spruch: „Hast du Scheiße am Schuh, hast Du Scheiße am Schuh.“ In der Tat war der Mann mit der 13 der große Unglücksrabe, denn in der 41. Minute versiebte er die zweite glasklare Möglichkeit. Diesmal schoss Maiella dem Torhüter an die Beine. „Die muss man machen“, stellte Berlinski in der Pressekonferenz unmissverständlich fest. Von einem Sturmproblem wollte der Trainer des SV Lippstadt aber nicht sprechen. „Uns fehlt ein bisschen das Glück“, schwächte der Coach ab.

Es war jedoch schon auffällig, dass in der zweiten Halbzeit mit Benjamin Klingen, Jannik Brosch und Saban Kaptan drei nominelle Stürmer auf dem Platz standen, die Gäste nach dem Wechsel aber keine einzige Torchance mehr besaßen. Daran werden sie in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause kräftig arbeiten müssen.

Bleibt noch der Dauer-Lippstadt-Besieger Simon Engelmann, der zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres den entscheidenden Treffer gegen den SV erzielte. „Der gehört nicht in diese Liga“, unterstrich Daniel Berlinski die außergewöhnlichen Qualitäten des Stürmers.

Dabei verschonte der Torjäger die Schwarz-Roten am Samstag sogar noch. Viermal lief er praktisch allein auf den Kasten zu. Dreimal rettete SV-Schlussmann Balkenhoff glänzend, einmal schoss Engelmann vorbei. Auch der eingewechselte Mickels verteilte einen Tag vor dem ersten Advent artig Geschenke und drosch den Ball aus fünf Metern eben nicht ins leere Tor. Insofern gab es am verdienten Sieg der Herforder auch nichts zu rütteln.

Quelle: DER PATRIOT, 02.12.2018

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