Torhüter Jannik Erlmann war der beste SVer, seine Paraden brachten die Lippstädter überhaupt in die Verlängerung.  Fotos: Lütkehaus
Torhüter Jannik Erlmann war der beste SVer, seine Paraden brachten die Lippstädter überhaupt in die Verlängerung. Fotos: Lütkehaus

Ein geplatzter Traum!

Ein geplatzter Traum, tiefe Enttäuschung und viel Frust über eine vergebene große Chance: Der SV Lippstadt ist im Viertelfinale des Westfalenpokals gescheitert. Vor gerade mal 152 Zuschauern verloren die Schwarz-Roten gegen den TuS Haltern mit 0:1 nach Verlängerung. Der Siegtreffer für den Oberligisten fiel in der 118. Minute. Danach herrschte in der Liebelt-Arena nur noch Schockstarre.

Viertelfinale

Krombacher Westfalenpokal

SV Lippstadt - TuS Haltern 0:1 n.V. (0:0)

Der Erfolg der Gäste war verdient. Sie vergaben vor dem Lippstädter Knockout eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten, während der im Vorfeld favorisierte SV vor dem gegnerischen Tor absolut ungefährlich agierte. „Wir waren im letzten Drittel nicht gallig genug“, analysierte Sportdirektor Dirk Brökelmann nach dem Abpfiff und Trainer Daniel Berlinski ergänzte: „Es ist sehr bitter, in der 118. Minute das entscheidende Tor zu kassieren. Der Stachel sitzt tief, wir sind sehr enttäuscht.“

Keine Frage, diese Niederlage tat den Gastgebern richtig weh. Aber sie haben sie sich selbst zuzuschreiben. Der SV kämpfte, hatte viel Ballbesitz, aber während der gesamten 120 Minuten nur eine echte Tormöglichkeit durch Kevin Holz (69.). „Was soll man machen, wenn der Gegner nicht mitspielt und nur hinten drin steht“, suchte Berlinski eine Erklärung für den wenig durchschlagenden Auftritt seines Teams.

Der TuS Haltern verteidigte geschickt und verließ sich vorn auf seinen Top-Torjäger Stefan Oerterer. Der präsentierte sich in der Liebelt-Arena nicht mal in Bestform, hatte allein aber mehr Zug zum Tor als die gesamte Lippstädter Mannschaft. Oerterer selbst (76.) und Albrecht (83.) scheiterten zweimal am glänzenden SV-Keeper Jannik Erlmann. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hätte erneut Albrecht das 0:1 machen müssen, doch er schoss aus zehn Metern über die Latte.

Nach 90 Minuten war der TuS klarer Punktsieger, der SV hatte dem nur einen Freistoß von Nils Köhler (sein Bruder Sven fehlte mit einer Wadenverletzung) entgegenzusetzen.

Berlinski brachte zum Schluss vier frische Kräfte. Benjamin Klingen feierte nach über drei Monaten sein Comeback. Aber auch das nutzte nichts. In der 114. Minute rettete Langesberg noch auf der Linie, doch dann schlug es endgültig ein: Maiella verlor den Ball, Haltern konterte, und Albrecht traf mit seinem 1:0 den SV Lippstadt mitten ins Herz.

Quelle: DER PATRIOT, 25.11.2018

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