Keine Tore in Rheine: SV Lippstadt fällt zurück

Der Angstgegner aus Rheine hat dem SV Lippstadt erneut einen gehörigen Schreck eingejagt und am Ende zwei Punkte abgeknöpft: In einer insgesamt ausgeglichenen Partie ohne große Höhepunkte trennten sich beide Mannschaften torlos 0:0. Da die Konkurrenz komplett gewann, fielen die Schwarz-Roten im Aufstiegsrennen leicht zurück. Zur Panikmache besteht jedoch kein Grund, denn nach wie vor ist für das Bechtold-Team alles drin.

Oberliga Westfalen
Eintracht Rheine - SV Lippstadt 0:0

Trübsal blasen nach zwei verlorenen Punkten? Davon wollte Cheftrainer Felix Bechtold nichts wissen: „Wir haben in der gesamten Saison drei Spiele verloren und haben wie die anderen auch 59 Punkte. Wir liegen also voll im Soll!“ So kann man es natürlich auch betrachten, aber das zweite Unentschieden in Folge (nach dem 1:1 bei Arminia Bielefeld II) zwingt sie Lippstädter jetzt doch mehr in die Verfolgerrolle. Was ja nicht schlecht sein muss!

Mit im Vergleich zum Donnerstag unveränderter Startelf kamen die Gäste bei der Eintracht gut in die Partie. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz und besaßen die Spielkontrolle. Aber nach und nach ließ sich der SV vom deklarierten Angstgegner aus Rheine etwas einlullen. Die Gastgeber agierten fortan aggressiver und gestalteten die Begegnung ziemlich offen.

Wer um den Aufstieg kämpft und für wen die Saison praktisch gelaufen ist, war in der Folge nicht mehr zu erkennen. Der SV brachte es im ersten Durchgang auf eine Torchance, als Kohl die Kugel aus 14 Metern über den Knick drosch. Nicht nur danach fehlten bei den Schwarz-Roten das Tempo und die Abspielstationen. So hatte gar die Eintracht die beste Aussicht auf einen Treffer: Gündogan hatte sich geschickt durchgesetzt, aber SV-Keeper Beermann rettete in höchster Not (35.).

Nach dem Wechsel passierte lange nichts: Lippstadts Sansar blockte gegen den einschussbereiten Häusler (55.). Die Gäste schafften es einfach nicht, Druck aufzubauen. Es schien, als würde ihnen die Frische fehlen. Möglicherweise eine Folge des überragenden Sturmlaufs der zweiten Hälfte in Bielefeld. Der SV wechselte bis zur 75. Minute fünfmal, aber auch diese Maßnahme brachte (zunächst) keine Besserung. Ein Volleyschuss von Franke aus 18 Metern (60.) war dann eine Art „Hallo wach!“. Der blonde Flügelflitzer hatte in der 75. Minute auch die beste Möglichkeit, als der Ball nach Vorarbeit von Dören und Neugebauer unmittelbar vor dem Tor kurz frei lag, aber Rheine die Situation gerade noch entschärfte.

In der letzten Viertelstunde setzte der SV Lippstadt schließlich voll auf Offensive – immer wieder angetrieben von Böll, der ein richtig gutes Spiel machte. Der junge Mittelfeldspieler schoss dann auch selbst aus 18 Metern knapp am Kasten vorbei. Und er war auch an der finalen Chance beteiligt, als Neugebauer das Spielgerät in der Nachspielzeit nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei köpfte.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH, Lippstadt - Sportredaktion