Oberliga-Krimi: SV Lippstadt liefert ab und bleibt ein heißer Titelanwärter

Die Spitze in der Oberliga Westfalen rückte am gestrigen Nachholspieltag noch enger zusammen. Die spielfreie SG Wattenscheid 09 musste ebenso wie der ASC Dortmund mitansehen, wie der SV Lippstadt (2:1 gegen Vreden) sowie Westfalia Rhynern (5:0 gegen Türkspor Dortmund) ihre Hausaufgaben erledigten. Somit trennen den Tabellenführer und den Vierten gerade mal noch drei Punkte. Schon jetzt deutet sich ein echter Krimi um die beiden Aufstiegsplätze an.

Oberliga Westfalen

SV Lippstadt - SpVgg Vreden 2:1 (1:0)

Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit richtig griffig, obwohl die erste Chance des Spiels den Gästen gehörte (7.). Doch nur 120 Sekunden später war es Nico Tübing, der die Lippstädter in der Partie anmeldete. Erstmals jubeln durften alle SVer dann in der 26. Minute. Eine scharfe Hereingabe von Fabian Brosowski von der linken Seite fälschte Vredens Abwehrmann Mika Völker unglücklich ins eigene Tor ab. Die Bechtold-Truppe erhöhte daraufhin die Schlagzahl nochmals, wollte unbedingt noch vor der Pause den zweiten Treffer nachlegen. Die Möglichkeit dazu hatte Gentrit Muja per Kopf (39.), der nach Brosowski-Freistoß im gegnerischen Strafraum ziemlich alleingelassen wurde. In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten schaffte es auch Nico Tübing nicht, Vredens Keeper Breuers zu überwinden. Somit blieb es beim knappen 1:0 zur Pause.

Besser aus der Kabine kamen dann die Gäste aus dem Münsterland. Mehrmals ging ein Raunen durch die Liebelt-Arena, denn Vreden schnupperte in dieser Phase am Ausgleich. Zum richtigen Zeitpunkt schlugen dann aber erneut die Platzherren zu. Der in dieser Partie sehr auffällige Nico Böll besorgte mit einem Kunstschuss mit der Innenseite die 2:0-Führung (60.). Dann nahm Trainer Felix Bechtold einen Dreifach-Wechsel vor – weichen mussten unter anderem die beiden Stürmer Tübing und Dören.

Ein Schock war aus SV-Sicht nicht nur die unfreiwillige Köhler-Auswechslung, sondern auch das Gegentor zum 2:1 nach einer Ecke (70.).

Nun begann das große Zittern, obwohl die Lippstädter weiterhin Riesenmöglichkeiten besaßen, die Führung auszubauen. So scheiterte unter anderem Sansar an Schlussmann Breuers (78.). Zudem wurde den Lippstädtern ein Neugebauer-Treffer wegen Abseits aberkannt (88.). Neugebauer besaß dann auch die letzte Hundertprozentige der Partie, als er die Kugel nicht im leeren Tor unterbringen konnte (90.). Somit war der Sieg erst nach einer sechsminütigen Nachspielzeit unter Dach und Fach.

Muja gibt SVL die
Zusage bis 2027

Am Rande des Spiels wurde eine weitere Personalie bekannt: Auch Gentrit Muja hat beim SVL bis 2027 verlängert. „Mit seiner Vielseitigkeit ist er ein Spieler von riesiger Wichtigkeit in unserem Kader. Zudem ist Genti nun im besten Alter, um ein Team mit anzuführen“, lobt Sportdirektor Dirk Brökelmann den Rechtsaußen.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH, Lippstadt - Sportredaktion