1:0 – SV Lippstadt arbeitet sich zu drei Punkten

Der SV Lippstadt arbeitet sich nach zuvor zwei sieglosen Spielen in Folge zu drei wichtigen Punkten in der Oberliga Westfalen. Beim 1:0 gegen die TSG Sprockhövel hat die Bechtold-Truppe in der Schlussphase in Überzahl gehöriges Glück, dass ein Treffer des Gegners wegen Abseits nicht anerkannt wird, zudem ein Knaller des eingewechselten Dimitrov nur an die Unterkante der Latte rauscht. Es wäre wie letzte Woche in Gievenbeck der späte Ausgleichsschock aus Sicht der Schwarz-Roten gewesen.

Oberliga Westfalen

SV Lippstadt - TSG Sprockhövel 1:0 (1:0)

„Drei Punkte. Fertig. Aus.“ Auf keine allzu großen Diskussionen einlassen wollte sich Lippstadts Trainer Felix Bechtold nach dem Schlusspfiff. „Ich weiß, dass es im Umfeld auch immer um das Wie geht. Doch wir haben knallharte Spiele vor der Brust. Natürlich bin ich mit dem Sieg und den drei Punkten heute zufrieden.“ Anschließend zog er den Vergleich zum Ahlen-Spiel, wo seine Mannschaft vor zwei Wochen beim 4:0 brillierte, es aber eben nicht mehr als besagte drei Zähler dafür gab.

Schwamm drüber. Mit dem Dreier halten die Lippstädter Anschluss im Kampf um die Aufstiegsplätze. In diesem Punkt muss man Felix Bechtold dann durchaus recht geben.

Zum Spiel: Früh hätten die Platzherren das Geschehen in ihre Richtung lenken können, wenn Cinar Sansar in der fünften Minute nicht Nerven vom Elfmeterpunkt gezeigt hätte. Sprockhövels Dogan hatte zuvor im eigenen Strafraum die Sense gegen Kötter rausgeholt. Der Pfiff von Schiedsrichter Kabalakli war glasklar. Doch Sansar ließ sich die Gelegenheit entgehen. Ein schlecht geschossener Strafstoß. Der SV Lippstadt blieb trotz des Fehlschusses am Drücker und durfte in der 22. Minute dann doch jubeln. Nach Muja-Ecke faustete Sprockhövels Keeper Knälmann die Kugel genau vor die Füße des am Sechszehner lauernden Nico Tübing, der mit einem Knaller für die Lippstädter Führung sorgte.

Ein Kohl-Abschluss nur fünf Minuten später wurde von der vielbeinigen Sprockhöveler Hintermannschaft zur Ecke geblockt. Lippstadt war in dieser Phase drauf und dran, den zweiten Treffer nachzulegen. Und was kam von den Gästen? Lange, lange Zeit nicht viel. Erst in der 41. Minute tauchten sie erstmals gefährlich vor dem Kasten von Schlussmann Luca Beermann auf. Arifi traf das Leder nach Hereingabe von Dogan aber nicht richtig. Auf der Gegenseite brachte ein weiterer Standard Gefahr für das TSG-Gehäuse. Wieder hieß der Eckenschütze Muja – diesmal war es Sadeghi, der mit seinem Schuss aus dem Rückraum scheiterte.

Zweite Halbzeit lange
arm an Höhepunkten

Die zweite Halbzeit war dann lange arm an Höhepunkten, bis es doch noch turbulent werden sollte. Zunächst wurde den Gästen ein Treffer wegen Abseits aberkannt (77.). 60 Sekunden später spielte Sprockhövel in Unterzahl, nachdem Morina zunächst den Ball spielte, anschließend den eingewechselten Neugebauer aber mit voller Wucht am Knöchel traf. Doch selbst mit einem Mann weniger hatte der Aufsteiger aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis mehr vom Spiel – und der SV Lippstadt gehöriges Glück, dass der Knaller von Dimitrov nur an die Unterkante der Latte klatschte (86.).

Der SV Lippstadt rettete sich schließlich auf der letzten Rille ins Ziel.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH, Lippstadt - Sportredaktion