SV Lippstadt feiert berauschenden 4:0-Derbysieg vor 1342 Zuschauern
Wow, was für eine Show! Das Flutlicht-Derby zwischen dem SV Lippstadt und RW Ahlen übertraf gestern Abend alle Erwartungen. 1342 Zuschauer in der Liebelt-Arena feierten ein stimmungsvolles Fußballfest. Aber das Nachbarduell war viel mehr, nämlich eine Demonstration der Stärke der Schwarz-Roten, die den Ex-Zweitligisten mit 4:0 aus dem Stadion schossen. Die Gastgeber zeigten eine super Leistung, die auch den allerletzten Kritiker überzeugt haben dürfte und machten ihrem Cheftrainer Felix Bechtold das perfekte Geschenk zu dessen 35. Geburtstag.
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt – RW Ahlen 4:0 (0:0)
Wegen des enormen Andrangs begann die Partie mit zehn Minuten Verspätung. Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute für Daniel Rolf, der den Verein jahrzehntelang ehrenamtlich unterstützt hat und bei einem tragischen Unfall um Leben gekommen ist.
Zum Sportlichen: Zunächst zündeten einige Unverbesserliche im Ahlener Block reihenweise Pyros, dann legten die Schwarz-Roten einen feurigen Raketenstart hin. Bereits nach 57 Sekunden hatte Muja die Riesenchance zum 1:0, kurz danach wäre Ahlens Aslan erneut gegen Muja fast ein Eigentor unterlaufen. In der 8. Minute traf der Unglücksrabe, der offenbar zu viel Bensebaini beim BVB in Bergamo geschaut hatte, zum 1:0 ins eigene Netz. Anschließend wurde er ausgewechselt, wohl um größeres Unheil zu verhindern.
Den SV störte das wenig, Lippstadt drückte ordentlich aufs Tempo und ließ dem hoffnungslos unterlegenen Gegner keine Luft zum atmen. Kötter und Brosowoski hätten mit einer Doppelgelegenheit (18.) schon auf 2:0 stellen können. Das erledigte Kötter, der für Böll in die Startelf gerutscht war, dann im zweiten Versuch. Von Dören und Muja glänzend freigespielt, schlenzte er den Ball überlegt in die Ecke. Dören, auf Zuspiel des bärenstarken Tübing, hatte die Möglichkeit zum 3:0, scheiterte aber an Ahlens Keeper. Keine Frage, mit dem 2:0 zur Pause war der Vorletzte gut bedient. Es hätte nach 45 Minuten auch locker 4:0 stehen können.
Die zweite Hälfte begann das Bechtold-Team nicht ganz so dynamisch, aber eine echte Torchance für Ahlen ließen die Schwarz-Roten nicht zu. Ein Tübing-Schuss (64.), und Muja verpasste eine Sansar-Flanke nur knapp – das war’s zunächst. Zum Ende drehte Lippstadt dann noch mal auf und gab RWA den Rest: Muja erzielte das 3:0 (84.) und der eingewechselte Lee das 4:0 (88.). Fast wäre dem Südkoreaner in der Nachspielzeit sogar noch das 5:0 gelungen, doch sein Schuss klatschte gegen den Innenpfosten.
Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH, Lippstadt - Sportredaktion






