SV Lippstadt beim 0:0 zwei Punkte liegen

Im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg hat der SV Lippstadt zwei Punkte liegen lassen. Die Schwarz-Roten kamen beim Türkspor Dortmund nicht über ein 0:0 hinaus. Die Partie auf dem Kunstrasen am Mendeplatz wurde wegen eines Polizeieinsatzes – ausgelöst von den Fans des SV Lippstadt – mit einer halbstündigen Verspätung angepfiffen.

Oberliga Westfalen
Türkspor Dortmund - SV Lippstadt 0:0

Die schwarz-roten Anhänger waren offenbar der Meinung, dass sie bei einem insolventen Club keinen Eintritt zahlen müssten und betraten die Sportanlage im Dortmunder Norden frei Haus. Zugegeben, die organisatorischen Voraussetzungen bei Türkspor entsprachen in keinster Weise dem Oberliga-Standard. Natürlich schafften es die wenigen Verantwortlichen (Ordner waren weit und breit nicht zu sehen) dann auch nicht, die Lippstädter Ultras zur Kasse zu bitten und riefen die Polizei zur Hilfe. Den Beobachtern bot sich im strömenden Regen ein erschreckendes Bild. Zunächst postierte sich ein Dutzend Polizisten vor der Spielerbank des SV Lippstadt, hinter der die Fans standen. Dann marschierte als Verstärkung die Bereitschaftspolizei auf. Auf Vermittlung von Lippstadts Präsidiumsmitglied Jürgen Borgmeier gelang es schließlich, die Situation zu schlichten Die Hundertschaft zog ab, der Ball lag mit genau 28-minütiger Verspätung endlich am Mittelpunkt.

Bei den Gästen rückten Nils Köhler und Nico Böll in die Startelf, im Angriff entschied sich Cheftrainer Bechtold für Nico Tübing und setzte David Dören auf die Bank. Obwohl den SVern die Wettkampfpraxis fehlte, bestimmten sie eindeutig die Anfangsphase. Lippstadt erspielte sich zahlreiche gute Torgelegenheiten, setzte den Gegner früh in dessen Hälfte unter Druck und agierte kompromisslos in den Mann-gegen-Mann-Duellen. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie jubeln würden. Schon in den ersten Minuten war Tübing nach einer feinen Kombination nah dran am 0:1. Da fehlten nur wenige Zentimeter. Die dickste Chance hatte Brosowski (26.), der nach glänzender Vorarbeit von Sansar und Muja eine scharfe Flanke Richtung Tor drückte, doch Dortmunds Keeper war mit einem tollen Reflex zur Stelle. Gegen Ende der ersten Hälfte zeigten dann aber auch die Gastgeber auf: Fast wäre Hodza der Führungstreffer gelungen (36.).

Ähnlich verlief der zweite Abschnitt. Der SV blieb spielbestimmend, aber Türkspor war insgesamt ein bisschen besser in der Partie. Nach einer flachen Hereingabe von Brosowski scheiterte Muja nur knapp (51.). Eine Viertelstunde vor Schluss erhöhten die Schwarz-Roten, die mittlerweile mit Dören und Patruno-Nwankwo frische Offensivkräfte gebracht hatten, den Druck. Ecke um Ecke zischte in den Dortmunder Strafraum. Einmal klärte Türkspor in höchster Not kurz vor der Linie. Der Ball wollte einfach nicht rein.

Und zwar auf beiden Seiten: Denn in der Schlussphase klatschte die Kugel plötzlich an den Pfosten des SV-Kastens (88.), und Akman (90.) kam noch mal gefährlich zum Schuss. Letztlich blieb es beim torlosen Unentschieden.

Quelle: Zeitungsverlag Der Patriot GmbH, Lippstadt - Sportredaktion