Lippstadt/Bad Westernkotten – Der Regionalliga-Tabellenführer FC Gütersloh steuert im Achtelfinale des Westfalenpokals nicht die Liebelt-Arena in Lippstadt an. Der SV 08 unterlag in Herford am Abend mit 0:1 und ist raus. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem SuS Bad Westernkotten.
Krombacher Westfalenpokal
2. Runde
SC Herford - SV Lippstadt 1:0 (1:0)
Der Oberligist aus Lippstadt verpasste das Weiterkommen in Überzahl, nachdem Herfords Torschütze Esko in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot (wegen Ballwegschlagens) vom Platz flog. In der ersten Halbzeit sah SV-Coach Felix Bechtold einen zu behäbigen Auftritt seiner Mannschaft. Schlichtweg fehlte den Gästen das Spieltempo, obwohl sie eine optische Überlegenheit besaßen. Ein Nadelstich der Platzherren, die sich aufs Kontern verlegt hatten, saß dann in der 22. Minute. Heim bediente Esko, der relativ frei stehend einköpfte. „Da konnten wir Außen die Flanke trotz Überzahl nicht verhindern“, so Bechtold.
Im zweiten Durchgang ging dann nochmals ein Ruck durch die Lippstädter Mannschaft. Unglücklich, dass die Gäste nach einem Foul an Franke keinen Elfmeter zugesprochen bekamen (Bechtold: „Da hätte es dann auch Rot für den Gegner geben müssen“); bei einer anderen Situation wurde der Ball von der Torlinie gekratzt. Somit blieb das Lippstädter Anrennen am Ende erfolglos. Gütersloh fährt statt nach Lippstadt nun nach Herford.
SV Lippstadt: Struck - Muja, K. Sadeghi, Bulut (73. S. Sadeghi), Kohl (76. Afghanyar), Kamann (73. Kocielnik), Franke, Neugebauer, Wulf, Ufuk, Kaiser (63. Böll)
SuS Bad Westernkotten - Victoria Clarholz (Donnerstag, 19.30 Uhr, Am Schottenteich)
„Für uns ist das ein Bonusspiel, in dem wir mutig auftreten wollen. Ich bin kein Freund davon, sich mit zehn Mann vor die eigene Hütte zu stellen. Daran habe ich und auch die Jungs keinen Spaß“, so SuS-Coach Daniel Fröhlich, der seine Mannschaft vor dem Pokalduell gegen den Tabellenneunten der Oberliga Westfalen nicht chancenlos sieht. Am 3. Spieltag der Oberliga waren die Clarholzer beim SV Lippstadt zu Gast. Eigentlich eine gute Gelegenheit für den SuS, um den Gegner einmal auszuspionieren. Fröhlich: „Das haben wir aber nicht gemacht und uns an anderer Stelle über Clarholz informiert. Außerdem kenne ich einige Spieler noch gut aus meiner Zeit als A-Jugendtrainer in Verl.“
Nicht überraschend ist sicherlich die Info, dass im Kasten des SuS rotiert wird. Für Jan Konrad steht im Pokal Artem Zaloha zwischen den Pfosten. Michael Köller, der zuletzt aus privaten Gründen fehlte, stößt wieder zum Kader. Auch Philipp Köster könnte nach seiner Wadenverletzung wieder dabei sein. „Just for fun“, so Fröhlich, stimmten sich seine Schützlinge auch auf ein durchaus mögliches Elfmeterschießen ein: „Jeder, der nicht traf, musste dann ein paar Läufe mehr machen.“