Lippstadt – ASC Dortmund gegen SV Lippstadt: Das klingt wie ein absolutes Spitzenspiel, ist es aber nicht. Weil die Gastgeber ungewohnte Schwächen zeigten und sich nur auf Platz 14 wiederfinden. Dass dies so bleibt, darauf sollten sich die Schwarz-Roten besser nicht verlassen.
Oberliga Westfalen
ASC Dortmund - SV Lippstadt (Samstag, 15 Uhr, Waldstadion)
In der vergangenen Saison verpassten beide Mannschaften knapp den Aufstieg, Dortmund wurde Dritter, Lippstadt Vierter. Klar, dass die meisten Experten den ASC und den SV im Vorfeld der neuen Serie als heißeste Titelanwärter betrachteten. Doch diese Einschätzung rechtfertigten bisher nur die Gäste, während die Dortmunder einen regelrechten Stolperstart hinlegten und sich bereits von ihrem Trainer getrennt haben. Mit dem neuen Gespann Schäfer/Rosenkranz lief es auf Anhieb besser, wovon ein 2:0-Auswärtssieg bei Eintrachte Rheine zeugt.
„Dortmund ist nach wie vor eine Topmannschaft“, rechnet SV-Coach Bechtold am Samstag im Waldstadion mit einem „sehr guten Oberliga-Spiel und sehr guten Oberliga-Spielern“. Die Gastgeber hätten sich sehr gut verstärkt und mit Podehl nach wie vor einen gefährlichen Torjäger in ihren Reihen. An das letzte Aufeinandertreffen Ende April dürften die Lippstädter keine guten Erinnerungen haben, denn da zerplatzte durch die verdiente 0:1-Niederlage der große Traum von der Regionalliga.
So viel steht diesmal nicht auf dem Spiel, aber die Schwarz-Roten reisen nach vier Siegen in Serie voller Selbstvertrauen nach Aplerbeck und peilen natürlich den fünften Erfolg in Reihe an. Dann könnte zumindest kurzfristig die Tabellenführung winken, denn Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck empfängt am Samstag etwas zeitversetzt die U21 von Arminia Bielefeld.
Personell wird es beim SV Lippstadt zwangsläufig eine Änderung geben. Lukas Wulf ist krank und kann nicht mitwirken. Für ihn steht Neuzugang Yoost Diezemann als Ersatz in der Abwehrkette bereit. Es wäre der erste Startelf-Einsatz des ehemaligen Bielefelders in der Meisterschaft. Darüber hinaus läuft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Erfolgself der letzten Wochen auf, auch wenn Trainer Bechtold immer wieder darauf hinweist, dass ein, zwei Wechsel in der Anfangsformation immer möglich sein. Außer Lukas Wulf fehlen den Lippstädtern in Dortmund weiter die Langzeitverletzten Nils Köhler, Nico Tübing, Juan Löbel und Ben Tautges. Nachnominiert wurde der Kapitän der U19, Eray Güzel.
Rückblickend auf das knappe 2:1 beim Vorletzten TuS Hiltrup meinte der 35-Jährige: „Wir müssen die Ansprüche mal zurückschrauben. Hiltrup ist besser als es die Tabelle besagt. Am Ende waren wir über weite Strecken die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“ Kein Widerspruch.
Denn mit seinem Zwischenfazit hat Felix Bechtold zweifellos recht: „Wir sind mit dem Auftreten der Mannschaft im Kollektiv sehr zufrieden. Alle haben eine gute Arbeit gemacht.“
Beide Mannschaften im Formcheck:
ASC Dortmund: N/N/S/N/S
SV Lippstadt: U/S/S/S/S
Mit voller Wucht zum Erfolg
Der SV Lippstadt hat in der Meisterschaft einen richtig guten Lauf. Nach vier Siegen in Serie strotzt die Mannschaft nur so voller Selbstvertrauen. Selbst der Dortmunder Trainer erwartet einen Gegner voller Wucht. Mit dieser Einschätzung liegt er wohl richtig. Selten waren die Voraussetzungen dermaßen gut, um in Aplerbeck zu gewinnen. Deshalb tippt die Sportredaktion 2:1 für die Schwarz-Roten.