SVL 08
Spielbericht 4. Mai 2026

SV Lippstadt siegt nach Tor des Monats von Nico Böll mit 2:1

Das Tor des Monats zum 2:1-Sieg: Nico Böll knallte den Ball in der 87. Minute aus 18 Metern in den rechten Knick. Entsprechend groß war der Jubel beim Mann mit der Nummer 21 und seinen Teamkameraden. ﹘ Foto: Frank Lütkehaus
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Lange Zeit deutete die Partie gegen Erkenschwick auf eine Niederlage hin, doch Kaiser und Böll sorgten für eine dramatische Wende. In den Schlussminuten traf Böll zum 2:1 – ein "Tor des Monats", das die Liebelt-Arena in einen Tollhaus verwandelte. Damit feierten die Schwarz-Roten einen hart erkämpften Sieg.

Lippstadt - Ende gut, alles gut: Lange Zeit war die Partie gegen Erkenschwick eher zäh, doch dann stellten Gerrit Kaiser und Nico Böll mit dem Tor des Monats die Weichen doch noch auf Sieg. 2:1 in den Schlussminuten. Plötzlich war die Liebelt-Arena wieder ein Tollhaus.

Oberliga Westfalen

SV Lippstadt - Spvgg. Erkenschwick 2:1 (0:1)

Manchmal sind es eben diese speziellen Geschichten, die aus einem eher langweiligen Fußballspiel ohne großen sportlichen Wert doch noch ein echtes Highlight machen. Auf einen Schlag verließen die 469 Zuschauer das Stadion am Bruchbaum ziemlich vergnügt. Genau genommen waren es zwei (Ein-) Schläge). Bis zur 79. Minute plätscherte die Partie zwischen dem SV Lippstadt und der Spvgg. Erkenschwick mehr oder weniger dahin. Die Gäste führten durch einen Treffer von Biancardi (16.) nach einem missratenden Rückpass mit 1:0.

Die Schwarz-Roten suchten lange nach einer Antwort, aber ihnen fiel so gut wie nichts ein. Immer wieder spielten sie den Ball durch das geschlossene gegnerische Zentrum, dann war der Ball weg. Zwar verlagerte sich das Geschehen nach schwacher erster Halbzeit nach dem Wechsel zumindest an den Strafraum der Spvgg, aber richtig gute Chancen ergaben sich für Ufuk und Co. kaum. Bis eben zu jener spektakulären Schlussphase. In der 79. Minute setzte sich Kohl schön auf der linken Seite durch, eine scharfe Hereingabe, der eingewechselte Kaiser hielt die Fußspitze hin, und es stand 1:1.

Jetzt wollten die Schützlinge von Trainer Felix Bechtold mehr und erzeugten Dauerdruck auf das Erkenschwicker Tor. In der 87. Minute war es dann so weit, Nico Böll, der stark spielte und fast alle Angriffe einleitete, schnappte sich die Kugel und drosch sie aus 18 Metern rechts oben in den Knick. Ein toller Treffer, Marke Tor des Monats. Alle SVer sprangen auf, stürmten zum Torschützen und gratulierten ihm. Ein Knäuel der Freude, dermaßen ausgelassen, als hätte Lippstadt soeben die Meisterschaft gewonnen. Der Chefcoach sprach im Vorfeld von einem Charaktertest für seine Jungs. In diesem Moment hatten sie ihn bestanden.

Keine Frage, dass der Sieg für den SV Lippstadt verdient war. Zu überlegen agierten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit, aber häufig auch ideenlos. Egal, Franke aus 14 Metern (52.), Böll mit einem Pfostenschuss (59.), Ufuk (66.) und Brosowski (74.) aus der Distanz sowie Sansar per Kopf (79.) besaßen weitere Gelegenheiten.

Das sah im ersten Durchgang noch ganz anders aus, in dem sich die Schwarz-Roten richtig schwertaten. Sie hatten zwar reichlich Ballbesitz, aber in den Aktionen fehlte eindeutig das Tempo. Das lag sicher nicht daran, dass Muja, Kohl, Sansar und Neugebauer zunächst auf der Bank blieben und der junge Kocielnik in der Startelf stand. Dören gab einen ersten Wahnschuss ab (4.), dann verpufften die Bemühungen des SV jedoch.

Nach einem misslungenen Rückpass ging Erkenschwick durch Biancardi (16.) mit 1:0 in Führung. Aus einer ähnlichen Situaton wäre fast das 0:2 (19.) gefallen, doch Wulf rettete spektakulär für seinen bereits geschlagenen Keeper Beermann. Glück hatten die Lippstädter dann noch einmal bei einem gefährlichen Konter von Pires (41.). Dem hatte der SV lediglich zwei Distanzschüsse von Ufuk (25./37.) entgegenzusetzen.

Trainerstimme

Felix Bechtold (SV Lippstadt): „Das war heute eine Charakterfrage. Es kann nicht sein, dass Spieler, die solche Spiele entscheiden können, aber auf dem Platz ihre Leistung nicht bringen, hinterher unzufrieden sind. Schade, dass es erst in der zweiten Halbzeit geklappt hat. Uns fehlt einfach die Konstanz. Für Gerrit Kaiser freut es mich, dass er heute sein Tor gemacht hat. Er muss eben dort stehen, wo er heute stand. Auch die Vorarbeit von Iker Kohl war richtig gut. Da ist er endlich mal wieder aufgetaut. In der ersten Hälfte waren wir zwar dominant, aber viel zu langsam.“

Quelle Quelle
LIPPE

Ein wichtiger Sieg gegen Spvgg. Erkenschwick – das gibt uns neue Kraft für die anstehenden Aufgaben. Mit 65 Punkten festigen wir unsere Position auf Platz 4 und zeigen, dass wir uns den Kampf um die vorderen Ränge nicht nehmen lassen werden. Wir bleiben fokussiert und wollen unsere Punkteausbeute weiter steigern. Verdienter Sieg.