„Fünf ist Trümpf“ – mit diesem zugegeben etwas dämlichen Slogan warb Bundespostmaskottchen Rolf 1993 für die Einführung der neuen, fünfstelligen Postleitzahlen. 33 Jahre später allerdings lässt sich der Spruch gut auf die Fußballer des SV Lippstadt übertragen, denn die wollen im Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld II ihren fünften Meisterschaftssieg in Serie feiern. Wobei sich die Schwarz-Roten bewusst sind, dass dies nicht einfach wird.
Oberliga Westfalen
Arminia Bielefeld II - SV Lippstadt (Donnerstag, 19 Uhr, Stadion Rußheide; Hinspiel 2:1)
Lippstadt – Es scheint ein wenig paradox, aber im ersten Vergleich in der Liebelt-Arena zeigte der SV Lippstadt trotz der 1:2-Niederlage eine der besten Saisonleistungen. „Da haben wir zu viele Chancen vergeben, wir hätten eigentlich 5:2 gewinnen müssen, aber es gibt eben solche Spiele“, erinnert sich SV-Trainer Bechtold, „insofern haben wir vielleicht noch eine kleine Rechnung offen, die wir begleichen wollen.“
Das wird jedoch kein einfaches Unterfangen, weiß auch der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber: „Arminia Bielefeld ist eine gute Mannschaft, auch wenn sie in den letzten Wochen nicht die besten Resultate erzielt hat. Außerdem sind die Gegner gegen den SV Lippstadt immer besonders motiviert und dass die Jungs top ausgebildet sind, versteht sich von selbst.“
Ja, „das nächste Spiel ist immer das wichtigste“. Nicht nur für Bayern-Coach Kompany, sondern auch für Lippstadts Bechtold. Die Schwarz-Roten befinden sich als Tabellenzweiter mittendrin im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg und dürfen sich keine Punktverluste erlauben. Diesbezüglich helfen vier Siege in Folge natürlich. An Selbstvertrauen dürfte es den Gästen nicht mangeln.
Personell bieten sich den SVern wieder mehr Alternativen: Die zuletzt gelb-gesperrten Kötter und Kamann kehren in den Kader zurück. Eine Garantie für die Startelf bekommen sie von ihrem Trainer nicht: „Ich finde, das ganze Team hat es beim 1:0 gegen Verl sehr gut gemacht. Wer draußen war, muss sich doppelt und dreifach beweisen, um wieder reinzukommen.“ Bedeutet wohl: Großartige Veränderungen in der Anfangsformation wird es in Bielefeld nicht geben. Noch nicht beantwortet ist die Frage, wie lange Köhler ausfällt, der sich am Sonntag beim Aufwärmen eine Waderverletzung zugezogen hat. Nach einer MRT-Untersuchung dürften alle Beteiligten schlauer sein. Außer Köhler fehlen beim Gastspiel in der Rußheide Bulut, Tübing, Kaiser und Meier.
Im Vorfeld der Partie gibt sich Bechtold völlig entspannt, auch was seinen Stürmer Dören betrifft, der seit Oktober nicht mehr getroffen hat: „Trotz aller Widrigkeiten reibt er sich immer komplett auf und ist flexibel einsetzbar. Gegen Verl hat er erst vorn, dann rechts und schließlich hinten rechts gespielt.“ Vielleicht platzt ja der Knoten heute beim 22-Jährigen.
Beide Mannschaften im Formcheck:
Arminia Bielefeld II: S/N/N/U/U
SV Lippstadt: U/S/S/S/S
++++ Hinspiel-Ergebnis unbedingt korrigieren ++++
Der Aufstiegskampf in der Oberliga Westfalen spitzt sich immer mehr zu. Fünf Vereine streiten um die zwei freien Plätze zur Regionalliga West. Mittendrin derSV Lippstadt. Auch wenn alle Verantwortlichen stets beteuern, ausschließlich von Spiel zu Spiel zu denken, (unerwartete) Punktverluste könntenböse Folgen haben. Deshalb müssen die Schwarz-Roten bei Arminia Bielefeld gewinnen und das 1:2 aus dem Hinspiel korrigieren. Das klappt. Die Sportredaktion tippt 2:1 für den SV.