Lippstadt – Krasse individuelle Fehler, wie es Trainer Felix Bechtold formulierte, brachten den SV Lippstadt im Testspiel beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel schon früh auf die Verliererstraße. Dennoch war der SV-Coach nicht komplett unzufrieden.
Testspiel
KSV Hessen Kassel - SV Lippstadt 4:1 (3:0)
Hessen Kassel war natürlich ein anderes Kaliber als die drei Gegner in den vorangegangenen Testspielen des SV, der erneut mit Gastspieler Christian Stabenau vom SC Wiedenbrück antrat. Es lag aber nicht unbedingt am Gegner, dass es bei den Lippstädtern besonders in den ersten 45 Minuten irgendwie nicht rund lief. Bechtold: „Es war nicht so, dass wir von der Qualität von Hessen Kassel überrannt wurden. Irgendwie war es bei uns ein Mix aus Müdigkeit und anderen Dingen. Drei krasse individuelle Fehler führten dann zu den Gegentoren. Solche Fehler werden aber auch in der Liga bestraft, und darüber werden wir sicherlich noch sprechen.“
Und so geriet der SV nach Gegentreffern in der 8., 35. und 45. Minute schnell mit 0:3 in Rückstand. Auch die Tatsache, dass der SV in dieser Phase der Partie durch Fehler im eigenen Aufbauspiel dem Gegner viele Ballgewinne ermöglichte, konnte Bechtold natürlich nicht gefallen. In der zweiten Halbzeit rückte unter anderem Arvid Müller in die Mannschaft. Der Spieler der U19 des SV Lippstadt war es dann auch, dem nach einer Ecke der 1:4-Anschlusstreffer (67.) gelang, nachdem Kassel zuvor kurz nach der Pause (52.) erneut getroffen hatte. Bechthold: „Wir waren nach der Pause besser im Spiel und agierten kontrollierter. Insgesamt muss ich sagen, dass ich auch viel Gutes gesehen habe. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich mit der Vorbereitung jedenfalls zufrieden, zumal wir viele U19- und Gastspieler eingesetzt haben.“ Eine Entscheidung, ob Gastspieler Stabenau verpflichtet wird, soll laut Bechtold zeitnah fallen.
SV Lippstadt: Beermann (46. Struck), Muja (58. Kaiser), K. Sadeghi, Kohl, Franke (46. Neugebauer/58. S. Sadeghi), Kocielnik (58. Patruno-Nwankwo), Böll, Diezemann (58. Kamann), Ufuk, Stabenau, Diezemann (46. Müller)