Lippstadt – Die Aufgabe ist mit Sicherheit nicht von schlechten Eltern, auch wenn Westfalia Kinderhaus als Aufsteiger ein machbarer Gegner zu sein scheint. Aber der SV Lippstadt startet zu Hause in die neue Serie und hat ein klares Ziel vor Augen – erstes Spiel, erster Sieg!
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt - Westfalia Kinderhaus (Sonntag, 15 Uhr, Liebelt-Arena)
Der SV Lippstadt ist bereit für die Premiere. Die Startelf ist fix – zumindest im Kopf von Felix Bechtold. „Ein, zwei Positionen sind vielleicht noch offen“, erklärte der Cheftrainer im Vorfeld der Partie. Wobei davon auszugehen ist, dass die Mannschaft der des erstes Pflichtspiels im Westfalenpokal beim SVKT Minden sehr, sehr ähneln wird.
Okay, Luca Beermann übernimmt den Platz zwischen den Pfosten von Lukas Struck. In der Abwehr „wackeln“ die beiden Neuzugänge Bellal Afghanyar und Yoost Diezemann. Die möglichen Alternativen hießen Kiyan Sadeghi und Lukas Wulf. In der Offensive soll der vom defensiven Mittelfeldspieler zum zentralen Stürmer mutierte Gentrit Muja mit Unterstützung von Iker-Luis Kohl, Maximilian Franke, Louis Neugebauer und Nico Böll für die nötigen Tore sorgen. Gerrit Kaiser und Mazlum Bulut bleiben zunächst auf der Bank. „Ihre Zeit wird noch kommen“, so der Lippstädter Coach über die beiden Langzeitverletzten der vergangenen Saison.
Nichts Neues gibt es aktuell von Probespieler Marlon Becker. Der Ex-Paderborner konnte aus beruflichen Gründen die ganze Woche nicht trainieren, bleibt bei den Schwarz-Roten aber auf dem Zettel.
„Natürlich haben wir kein anderes Ziel als einen Dreier zum Auftakt“, gab sich Bechtold ungewohnt forsch, „wir sind uns unserer Rolle absolut bewusst. Es zählt nur ein Sieg. Da gibt es keine zwei Meinungen.“
Der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber hat den Gegner am Dienstag beim 0:4 gegen den FC Peckeloh live beobachtet. Sein Eindruck insgesamt: „Kinderhaus will Fußball spielen. Die Mannschaft hat einen klaren Plan und ist offensiv ausgerichtet.“ Treibende Kräfte des Teams seien Topscorer Kraft, Linksaußen Haverland und der 1,90-Meter-Hüne Fallbrock.
So viel zum Kontrahenten aus Münster. Eines machte der SV-Cheftrainer aber gleich unmissverständlich klar: „Wir wollen unser Spiel durchdrücken. Der Gegner soll sich nach uns richten!“ Und weiter: „Wir sind hoch motiviert. Die Oberliga kann beginnen!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Nicht dabei sind Ben Tautges, Juan Löbel, Oliver Lange, Nico Tübing und Nils Köhler.
Grund zum Jubeln
Was hört man kurz vor Saisonbeginn am meisten? Richtig: „Wir wissen nicht, wo wir stehen.“ Das wissen wir selbstverständlich auch nicht, was den SV Lippstadt betrifft. Aber der Topfavorit der Oberliga Westfalen startet mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger in die Saison. Egal, wie viel Schwung Westfalia Kinderhaus aus der Westfalenliga mitgenommen haben mag, an der Ausgangsposition gibt es nichts zu rütteln. Die Gastgeber haben klar die besseren Karten. Die Sportredaktion tippt deshalb – 3:1 für den SV Lippstadt.