Lippstadt – „Do or die“, „Tod oder Gladiolen“, Barfuß oder Lackschuh“. Genug Phrasen. Im Topspiel beim ASC Dortmund geht es für den SV Lippstadt um alles oder nichts. Es ist ein echtes Finale, das die Gäste gewinnen müssen, um ein heißer Aspirant für die Regionalliga zu bleiben.
Oberliga Westfalen
ASC Dortmund - SV Lippstadt (Samstag, 18 Uhr, Waldstadion; Hinspiel 0:1)
Der Tabellendritte, dazu die heimstärkste Mannschaft der Liga, empfängt den Vierten. Noch knubbelt es sich an der Spitze. Sowohl Dortmund als auch Lippstadt wollen auf keinen Fall den Anschluss verpassen. Für beide gilt daher: verlieren verboten!
Gut, dass die Gäste vor diesem richtungsweisenden Duell in der Ruhrmetropole mit dem überzeugenden 2:1-Sieg gegen Schermbeck ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. „Da hatten wir eine ganz andere Dynamik, eine ganz andere Ausstrahlung“, hofft SV-Trainer Bechtold, dass sein Team diese Eigenschaften auch in Dortmund an den Tag legt. „Die Jungs sind extrem willig und haben extrem Bock. Wir wissen, worum es geht“, präsentierte sich der Coach im Vorfeld optimistisch.
Für Bechtold ist die Partie kein Endspiel: „Klar, der Sieger nimmt ein gewisses Polster mit, gerade was das Selbstvertrauen betrifft. Aber der Verlierer ist für mich nicht raus aus dem Aufstiegsrennen, allerdings darf der sich keinen Ausrutscher mehr erlauben. Im Fußball ist vieles möglich. Wir fokussieren uns jetzt erst mal auf dieses Match!“
Unentschieden hilft nicht
Puh, das ist schwierig: Die beste Heimmannschaft der Liga, der Dritte ASC Dortmund, gegen den Vierten SV Lippstadt. Ein Verfolgerduell, das es in sich hat. Nach einer Leistungsdelle zuvor, überzeugten die Schwarz-Roten beim 2:1 gegen Schermbeck und tankten neues Selbstvertrauen. Dieses Gefühl der Stärke sollten sie unbedingt nach Aplerbeck mitnehmen, dann ist was drin. Ein Unentschieden reicht eigentlich nicht, dennoch lautet der Tipp der Sportredaktion – 1:1.
Verständlich, dass der 35-jährige A-Lizenz-Inhaber seine Schützlinge nicht zusätzlich unter Druck setzen wollte. Doch dann haute er doch noch einen raus: „Wir sind brutal heiß auf dieses Spiel!“ Was jedoch offenbar nichts an der Gemütslage beim SV Lippstadt zu ändern scheint: „Wir bleiben ganz ruhig und haben unsere gewohnten Abläufe.“
Personell stellt sich die Situation bei den Gästen wie folgt dar: Die Langzeitverletzten Bulut und Tübing fallen weiter aus. Dafür gehören Kaiser, Köhler und Meier (wenn auch mit kleinen Fragezeichen) wieder zum Kader. Bitter für den SV: Franke war unter der Woche krank und ist allenfalls ein Bankkandidat. Für ihn könnte Kötter in die Startelf rutschen.
Der ASC Dortmund hat die beste Heimbilanz in der Oberliga Westfalen und verfügt über ein konstant gutes Team mit hoher Qualität, das über Jahre zusammengewachsen ist. Das wird ein dickes Brett für die Lippstädter. Wie man es zersägt, zeigten sie im Hinspiel, das sie deutlich höher als 1:0 hätten gewinnen können. Ein Mutmacher. Zum Abschluss eine weitere Weisheit, diesmal von Felix Bechtold: „Es ist erst vorbei, wenn es wirklich vorbei ist!“
Beide Mannschaften im Formcheck:
ASC Dortmund: U/S/U/S/S
SV Lippstadt: S/U/U/N/S